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Besonderheiten Burgen Torbauten

Torverriegelung

Burgtore mussten gegen unbefugtes Eindringen besonders geschützt werden. Dies geschah unter anderem durch Verriegelungen, meist mit dicken Holzbalken, den so genannten Riegelbalken.

Es gab verschiedene Methoden, den Riegelbalken zu nutzen:

  1. Die Balkennut, eine spezielle Vertiefung in der Mauer, in welche der Riegelbalken von oben eingelegt und durch hinunterschieben gesichert wurde (Bild 1)
  2. Der Balkenkanal, der Riegelbalken ruhte in  einem Kanal in der Mauerstärke und wurde bei Bedarf in ein gegenüber liegendes Loch geschoben (Bilder 2 und 3)

Balkennut

Balkennut

An diesem Beispiel ist die Balkennut, in welchen der Riegelbalken eingelegt und dann nach vorne und unten geschoben wurde, bis er sicher verriegelt war, sehr gut zu erkennen.

Balkenkanal

Balkenkanal

Am Riegelbalken war oft ein Griff befestigt, um den Balken leichter bewegen zu können. Da dieser Balken auf Schloss Kriebstein in Sachsen wohl nicht mehr allzu oft benutzt wird, fehlt er hier leider.

Balkenkanal 2

Balkenkanal 2

Auf Burg Greifenberg (HS) war der Balkenkanal in einer Mauer seitlich des Tores eingearbeitet. Der Riegelbalken wurde dann von links nach rechts eingeschoben und lag dadurch sehr stabil.

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