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Hurden und Maschikulis

Rekonstruktion einer Hurde in Carcassonne (F) im Querschnitt, Viollet-Le-Duc, Gemeinfrei

Zur Verteidigung von Mauern und Türmen herab wurden nicht nur die Schießscharten genutzt, sondern auch an diese angebaute und meist über die Mauern vorkragende Anbauten. Diese wurden Hurden genannt. Sie ermöglichten es einerseits, den toten Winkel am Mauerfuss einzusehen und mit Bewurf von Steinen zu verteidigen, andererseits konnten die Verteidiger durch Scharten oder mit Klappläden verdeckte Schießöffnungen auf den Angreifer einwirken.

Maschikulis über dem Tor zum Innenhof von Conwy-Castle, Wales, eigene Aufnahme

Eine ähnliche Besonderheit an Mauern stellen die Maschikulis dar. Auch sie kragen oft über die Mauern vor. Sie dienten ebenfalls dem Bewurf der Mauerkrone mit Steinen und ähnlichem.

Während ein Verteidiger, welcher etwas von den Zinnen werfen wollte, aus der Deckung heraus musste, boten Maschikulis die Möglichkeit aus einem gegen Frontalbeschuß sicheren Raum Steine oder Flüssigkeiten, ja sogar Geschosse gegen einen bis zum Mauerfuss vorgedrungenen Feind einsetzen zu können.

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