1112 : Erste urkundliche Erwähnung
1320 : Altenbamberg erhält Stadtrechte und Wochenmarkt durch Ludwig den Bayern
1621: Im 30jährigen Krieg fällt die Altenbaumburg an die Spanier
1631 : Altenbaumburg in schwedischer Hand
1666 : Eroberung durch Kurfürst Karl Ludwig
1689 : Im Pfälzer Erbfolgekrieg wurde die Burg von den Franzosen zerstört
1710 : Die Burg gelangt als Lehen an den pfälzischen General Hugo Waldecker von Kempf
1796 : Die Altenbaumburg gelangt durch den Frieden von Campo Formio an die Französische Republik, die alles Private veräußert.
Die Altenbaumburg ist die größte Burgruine der Nordpfalz und die Stammburg der Raugrafen.
Parplätze und Restaurant auf und an der Burg vorhanden. Anfahrt mit Pkw bis zur Burg möglich.
siehe auch: www.altenbaumburg.de
Geisterstimmen im Burghof (Altenbaumburg)
Eine ebenfalls sehr unheimliche Sage geht auch von den romantischen Ruinen der Altenbaumburg im Alsenztal aus. Die Burg, die noch heute ihre alten Mauern hoch über die niedrigen Hausdächer des nahen Altenbambergs erhebt, wurde übrigens ebenfalls von den Franzosen zerstört. Dennoch sind ihre Überreste noch immer sehr imposant anzusehen. Besonders ein ehemaliger tiefer Burggraben, über den heute ein schmaler, eiserner Brückensteg führt, stellt eine Besonderheit dar. Denn die alten Mauern und die geheimnisvolle Brücke liegen hier nahe der herbstlich-nebligen Waldberge. Und es scheint, als führe hier eben noch ein verwunschenes Tor in das mystische Reich der alten Zauberer, Feen und Hexen ...
Die Sage von der Altenbaumburg aber erzählt von einem uraltem Raugraf, von dem keiner mehr wusste, wie alt er überhaupt war und von einer wunderbaren Lilie, die jedes Jahr im Pflaster des Hofes erblühte. Doch einst besuchte ein unbekannter Jüngling die Burg und, nachdem er bestens mit Speis und Trank bewirtet war, gab er kund, dass die lange Bußzeit des Greises nun zu ihrem Ende käme. Erstaunt vernahm man, sie währe ja nun schon an die Hunderte von Jahren. Und die ganze Zeit habe der alte Raugraf an der Blume mit den zwei Blüten niedergekniet und seine Tränen vergossen. Einst hätte er sein Weib und seinen treuen Knappen im Zorn erschlagen, weil ihm zugetragen wurde, die beiden stünden im sündhaften Einvernehmen. Er habe sodann die beiden Leichen ohne christlichen Segen in ein altes Burggewölbe geworfen und es selbst in tiefster, mondloser Nacht zugemauert. Seitdem waren auch öfter unheimliche Stimmen und das leise Weinen einer Frau zu hören gewesen, was die anderen Burgbewohner so schauderte, dass sie es lange nicht mehr wagten, nachts den Burghof zu betreten. Manch einer der Burgleute habe gar in den ohnehin gefürchteten Raunächten zum Jahreswechsel eine weiße Frau umgehen sehen.
Und eine sie begleitende geisterhafte Knappengestalt soll unter den schon fast zerfallenen Turmgemächern klagend den Namen des Raugrafen gerufen haben... Der war zu diesen Zeiten mehr dem Tode nahe, denn dem Leben.
Nach der frevelhaften Mordtat sei aus dem verschüttetem Gewölbe bald die Lilie mit den beiden Blüten gedrungen und dem Grafen wurde nun wurde klar, dass er seinen Opfern tiefes Unrecht zugefügt hatte. Gesühnt werden könne die Tat aber erst, wenn die beiden Toten in den Gewölben christlich bestattet würden, erzählte der Fremde zum Schluss und verschwand so ungesehen, wie er auch gekommen war. Die Burgleute fassten sich jetzt ein Herz, gruben die beiden Leichen aus und senkten sie schließlich wieder in den nun gesegneten Boden der alten Gewölbe. Kaum war dies geschehen, wankte der alte Raugraf aus seinen Turmgemächern, machte seinen Frieden mit den Opfern, sank an der Stelle nieder und konnte endlich friedlich ins Jenseits gelangen.
Von Feen und Elfen... (auch Altenbaumburg)
Eine andere unheimliche Geschichte der Altenbaumburg erzählt von gespenstischen Feen und Elfen, die sich mitunter an der kleinen Brücke zeigen (das schmale Bauwerk ist in der Literatur heute als einstige Zugbrücke genannt), die über den alten Felsengraben nahe der Burgruine führt. Die zarten Wesen erscheinen hier zumeist in nebligen Vollmondnächten. Wenn dann das Käuzchen heiser ruft und eine Fledermaus flatternd im Silberlicht erscheint - dann warten sie auf der Seite des Steges, der von der Burgruine weg, in Steinwildnisse und verlassene Wälder führt.
Mit winkenden Gebärden recken die Feen und Elfen dort ihre verführerisch-schönen weiblichen Körper und wollen den Wanderer zu sich hinüber locken. Doch wehe dem, der dieser Versuchung nachgibt! Zwar geschieht ihm in der nebelhaften Elfenwelt einsamer Wälder und verlassener Seen nichts Böses. Ganz im Gegenteil - die anmutigen Geistererscheinungen kümmern sich redlich um ihn, führen ihn in ihr wunderschönes Nebelschloss, bezaubern dort ihren Gast und tun ihm viel Gutes. So aber der Morgen anbricht verlässt der noch wonnetrunkene Besucher die geisterhafte Welt der Elfen. Sie geben ihm sogar noch ein Geschenk mit auf den Weg: einen dicht belaubten Eichenzweig. Geht er sodann mit ihm zurück über die schmale Brücke, verwandelt sich der Zweig zu seinem Erstaunen in reinstes Gold. Doch währt die Freude darüber nur kurze Zeit. Denn rasch bemerkt er, dass er in einer